ECOuprising war eine Erasmus+ Jugendbegegnung, die EMOTiC vom 19. bis 26. August 2026 in Wien ausrichtete, Reisetage inklusive. Sie brachte 44 Menschen aus Österreich, Kroatien, Tschechien, Griechenland, Lettland, Serbien und der Slowakei zusammen: 35 junge Teilnehmende, 7 Gruppenleiter:innen und 2 Facilitator:innen. EMOTiC war Koordinator und Gastgeber, und die Gruppe wohnte und arbeitete gemeinsam im Jugendgästehaus Wien Brigittenau.
Warum ECOuprising
Das Projekt reagierte auf einen dringenden Bedarf. In ganz Europa wirken sich Klimawandel, Umweltverschmutzung, nicht nachhaltiger Konsum und der Verlust der Artenvielfalt direkt auf das Leben junger Menschen aus. Viele junge Menschen wollen aktiv werden, doch es fehlen ihnen praktische Werkzeuge, internationale Zusammenarbeit und Räume, in denen aus ihren Ideen sinnvolles Handeln werden kann. ECOuprising wollte genau diesen Raum bieten.
Worum es in der Jugendbegegnung ging
Die Jugendbegegnung beschäftigte sich mit Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Biodiversität, Greenwashing, verantwortungsvollem Konsum, Kreislaufwirtschaft, Menschenrechten, Klimaangst, Wohlbefinden und aktiver Bürgerschaft. Sie hatte zwei Dimensionen: zum einen Nachhaltigkeit, Klimaverantwortung und Klimaangst zu verstehen, zum anderen praktische Öko-Lösungen, Gemeinschaftsinitiativen und grüne Alltagsgewohnheiten zu entwickeln. Umweltspiele, kreative Workshops, Land Art, Lernen im Freien und Studienbesuche bei Initiativen zur Stadtbegrünung halfen den Teilnehmenden, globale Herausforderungen mit ihrem Alltag zu verbinden.
Eine Woche voller Aktionen für die Umwelt
Jeder Tag hatte einen eigenen Schwerpunkt, von Umweltbewusstsein und den Stimmen junger Menschen bis zu Stadtbegrünung, systemischem Denken und Aktionsplanung. Die nationalen Teams hielten Präsentationen zu Umweltthemen, auf die ein Galerierundgang folgte. Zum Programm der Woche gehörten außerdem Aktivitäten im Freien zur Naturverbindung, eine Führung durch die Seestadt Aspern, ein Besuch mit Präsentation bei GRÜNSTATTGRAU, eine Land-Art-Aktivität, Brettspiele zu Umweltthemen, ein Sustainability Circle zum Stakeholder-Mapping, das Simulationsspiel Green Quest und eine SDGs-Intelligence-Ausstellung.
Lernen durch Spiel, Natur und Reflexion
Drei Ansätze prägten das Lernen: erfahrungsbasiertes Lernen, Lernen durch Spiel und Kreativität sowie Lernen durch Natur und Reflexion. Die Jugendbegegnung griff auch das Thema Klimaangst auf und half den Teilnehmenden, wieder eine Verbindung zur Natur aufzubauen und Reflexionsmethoden zu üben, die emotionale Regulation und ein positives Engagement für das Klima unterstützen. Tägliche Reflexion, eine Zwischenevaluation, interkulturelle Gespräche und Gemeinschaftsabende stärkten Teamarbeit, kritisches Denken und europäische Solidarität.
Wer teilgenommen hat
Jedes Partnerland wählte fünf junge Teilnehmende und eine:n Gruppenleiter:in aus. Willkommen waren sowohl erfahrene Umweltaktivist:innen als auch Teilnehmende, die zum ersten Mal bei Erasmus+ dabei waren. Fachwissen war nicht erforderlich, und das Projekt setzte auf geschlechterausgewogene und inklusive Gruppen, mit besonderer Unterstützung für junge Menschen mit geringeren Chancen.
Zurück zu Hause
Die nationalen Vorbereitungseinheiten begannen am 20. Juli 2026, und in der Folgephase im September 2026 standen lokale Aktionspläne und Gemeinschaftsinitiativen im Mittelpunkt. Jedes nationale Team entwickelte einen Aktionsplan, um das Gelernte zu Hause in Aktivitäten vor Ort, Workshops und Kampagnen umzusetzen, damit die Teilnehmenden als Multiplikator:innen für Gleichaltrige wirken konnten.