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Bericht 8. Jänner 2023, aktualisiert am 10. April 2023 6 Min. Lesezeit

Jugendbegegnung: Embracing Diversity and Inclusion, Wien

Die Gruppe der Jugendbegegnung in Wien

Embracing Diversity and Inclusion war eine Jugendbegegnung, die sich einigen der drängendsten Themen unserer Zeit widmete. Wenn wir soziale Ausgrenzung analysieren, sticht ein wesentlicher Faktor hervor, der ihr zugrunde liegt: unsere Fähigkeit, Vielfalt anzunehmen und Inklusion zu stärken. Die politische Polarisierung der letzten Zeit hat genau das noch schwieriger gemacht. Wenn junge Menschen gegenseitigen Respekt und Akzeptanz für Vielfalt aufbauen, hilft ihnen das, inklusiv zu handeln und sich gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit zu stellen.

Bei dieser vollständig geförderten Jugendbegegnung verbrachten 42 junge Menschen aus Österreich, Kroatien, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Italien, Spanien und der Türkei neun gemeinsame Tage in Wien, vom 4. bis 12. September 2022. Die Begegnung war lösungs- statt problemorientiert: Probleme wurden zwar besprochen, ebenso viel Zeit floss aber in ihre Lösung. So wuchs das Selbstvertrauen der Teilnehmenden, ihr Gemeinschaftsgefühl wurde gestärkt und ihr bürgerschaftliches und soziales Engagement gefördert.

Vorbereitung zu Hause

Vor der Anreise recherchierte jede Ländergruppe, wie Inklusion und Vielfalt im eigenen Land gelebt werden, und stieß dabei auf gute Praxisbeispiele ebenso wie auf Bereiche mit Verbesserungsbedarf. In Wien stellten alle Gruppen die Situation in ihren Ländern vor, um gemeinsam ein breites Verständnis der Themen aus verschiedenen Blickwinkeln zu entwickeln.

Tag für Tag

Tage 1–2

Einander kennenlernen

Teambuilding, interkultureller Austausch und das Vereinbaren gemeinsamer Lernprinzipien, danach die Auseinandersetzung mit Vielfalt, Inklusion, Integration und Ausgrenzung. Für die meisten Teilnehmenden war es die erste internationale Begegnung und das erste große Treffen seit der Pandemie. Die Debatten über Ungleichheit veranlassten uns, zusätzlich Zeit für die Reflexion über unsere eigenen Identitäten und Überzeugungen einzuplanen.

Tag 3

Begriffe benennen

Eine Gruppenmission zu Rassismus, Diskriminierung, Stereotypen, Vorurteilen und positiver Diskriminierung, mit kurzen Videos, die die Unterschiede erklären. Am Nachmittag: Kooperation und Solidarität in Konfliktsituationen. Am Abend: Wien entdecken.

Tag 4

Dialog und Medien

Interkulturelle Kommunikation und Dialog in der Gemeinschaft durch Debatten, dazu die Frage, wie Medien unsere Wahrnehmung prägen und wie Fehlinformation, Desinformation und Malinformation Vielfalt und Inklusion beeinflussen. Der Abend gehörte den Brettspielen.

Tag 5

Vom Rollenspiel auf die Straße

Energizer im Freien und eine Zwischenevaluation, danach Rollenspiele zu diskriminierenden Situationen und ihren Lösungen. Es folgte eine Überraschungsaufgabe: die Vorbereitung einer Demonstration für Vielfalt und Inklusion mit Plakaten und Slogans.

Tag 6

Das Gelernte mitnehmen

Eine Inklusions-Challenge, danach planten die Ländergruppen lokale Aktionen, die sie in den folgenden Monaten umsetzen wollten. Den Abschluss bildeten die Endevaluation und ein gemeinsames Mittagessen an einer langen Tafel, und die Teilnehmenden dokumentierten ihre Lernerfahrungen für ihre Youthpass-Zertifikate.

Tag 7

Zusammenwachsen

Ein Tag, um die Verbindungen zwischen den Teilnehmenden durch informelle und interkulturelle Aktivitäten zu stärken.

Ergebnisse, die über die Begegnung hinausreichten

Zahlreiche Aktionspläne entstanden, und viele Freundschaften wurden geschlossen. Neben den 42 Teilnehmenden wurden mehr als 100 Menschen direkt durch Folgeveranstaltungen erreicht, die die Teilnehmenden selbst organisierten, unterstützt durch die Multimedia-Materialien, die sie während und nach dem Projekt erstellt hatten.

Zu den bisherigen Folgeaktivitäten in Präsenz zählten ein halbtägiger Workshop für eine ganze Schulklasse in Griechenland, eine Präsentation für eine Schulklasse in Ungarn, eine Präsentation mit Workshop für Neuankommende bei der Einwanderungsbehörde in Frankreich sowie eine Präsentation mit Workshop in der Türkei.

„Ich habe so viele großartige Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen kennengelernt und dabei entdeckt, dass wir trotz unserer Unterschiede so viel gemeinsam haben. Wir alle wollen so akzeptiert und respektiert werden, wie wir sind.“Teilnehmer:in
„Vielfalt und Inklusion sind nicht bloß Schlagworte. Es liegt an uns allen, Vielfalt in unseren eigenen Gemeinschaften anzunehmen, sei es durch Freiwilligenarbeit, kulturelle Veranstaltungen oder einfach, indem wir anderen freundlich und respektvoll begegnen.“Teilnehmer:in
„Es hat mir die Augen dafür geöffnet, wie wichtig es ist, andere zu verstehen und wertzuschätzen. Ich hoffe wirklich, dass dieses Programm für noch mehr junge Menschen wiederholt werden kann.“Teilnehmer:in

Sowohl die informellen als auch die formellen Evaluationen zeigten, dass die Teilnehmenden mit dem gesamten Ablauf und den Inhalten sehr zufrieden waren.

Zur Videoreihe der TeilnehmendenVielfalt, Inklusion, Integration, Tokenismus, Ethnozentrismus und mehr, auf YouTube

Eindrücke

Foto 1 von der Jugendbegegnung in Wien Foto 2 von der Jugendbegegnung in Wien Foto 3 von der Jugendbegegnung in Wien Foto 4 von der Jugendbegegnung in Wien Foto 5 von der Jugendbegegnung in Wien
Kofinanziert von der Europäischen UnionOeAD

Dieses internationale Projekt wurde mit Unterstützung der österreichischen Nationalagentur OeAD des Programms Erasmus+ der Europäischen Union umgesetzt. EMOTiC war Hauptkoordinator und Begünstigter.

Partner: Culture Clash Croatia (Kroatien), Maison de l'Europe des Landes Wipsee (Frankreich), You in Europe (Griechenland), Youth Bridges Budapest (Ungarn), ICSE & co. (Italien), Servicio Voluntario Europeo (Spanien), Younclusion (Türkei).

Projektnummer: 2022-1-AT01-KA152-YOU-000067245

Erasmus+ Jugendbegegnung Inklusion Berichte

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