Vom 24. bis 31. August 2024 brachte der Trainingskurs 30 Jugendarbeiter:innen im Alter von 20 bis 35 Jahren nach Wien, jeweils drei aus zehn Ländern: Österreich, Kroatien, Tschechien, Griechenland, Ungarn, Lettland, Polen, Rumänien, der Slowakei und Slowenien. Ecological Future Education (Lettland) koordinierte das Projekt, EMOTiC war Partner und Gastgeber. Die weiteren Partnerorganisationen waren IMPRESS (Kroatien), Active Green Solution (Griechenland), gamingHOUSE (Slowenien), Szatyor Egyesület (Ungarn), OTI (Slowakei), EYCB (Tschechien), Innowatorium Foundation (Polen) und Asociația Kasta Morrely (Rumänien).
30
Jugendarbeiter:innen
20 bis 35 Jahre alt, je drei pro Land
10
Länder
Österreich, Kroatien, Tschechien, Griechenland, Ungarn, Lettland, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien
8
Tage in Wien
24.–31. August 2024, Reisetage inklusive
Warum Spiele
Klimaangst gehört zu den drängendsten Problemen, die junge Menschen heute belasten. Gleichzeitig nannten im vom Projekt zitierten Eurobarometer-Bericht zur Jugend 34 % der jungen Menschen den Schutz der Umwelt und den Kampf gegen den Klimawandel als eine ihrer wichtigsten Prioritäten. Beides zeigt, wie sehr es praktische Ansätze braucht, die Lösungen bieten, statt das Problem zu verstärken. Da sich manche junge Menschen vom Engagement für das Klima abwenden, brauchen Jugendarbeiter:innen positive Wege, um ihr Interesse zurückzugewinnen und wachzuhalten.
Gamification for Environmental Sustainability griff diesen Bedarf mit spielbasiertem Lernen auf, vor allem mit Brettspielen. Die Idee war, die Mechanismen zu erkunden, mit denen Brettspiele Menschen fesseln, und ihnen durch das, was das Projekt zielgerichtetes Spielen nannte, einen klaren pädagogischen Zweck zu geben. Wie Diane Ackerman es formulierte: „Spielen ist die bevorzugte Lernmethode unseres Gehirns.“ Gut gestaltete Spiele können Bewusstsein schaffen, Eigeninitiative und Solidarität stärken und zum Handeln für die Umwelt führen.
Was wir uns vorgenommen hatten
Der Kurs sollte Brettspiele als inklusive und motivierende Methode in der Jugendarbeit erschließen, die Geselligkeit, Lernen und Spaß gleichermaßen fördert. Er sollte die Kompetenzen stärken, die Jugendarbeiter:innen brauchen, um auf Klimaangst und Zurückhaltung gegenüber Klimaschutz zu reagieren, und ihnen das Können vermitteln, pädagogische Brettspiele zu entwickeln und anzuleiten. Die entstandenen Spiele sollten außerdem in eine digitale Bibliothek mit Spielen zum Ausdrucken für Jugendorganisationen einfließen.
Von der Theorie ins Spielelabor
Die Vorbereitung begann zu Hause, mit einem Online-Onboarding-Treffen und Aufgaben für jede nationale Gruppe. In Wien führte das Programm von der Theorie zur Praxis: Brettspiele als Bildungsinstrument, Grundsätze des spielbasierten Lernens, Elemente und Mechaniken eines Brettspiels sowie das, was man beim Spieldesign tun und lassen sollte. Anschließend entwickelten und testeten die Teilnehmenden Ideen und arbeiteten in Kleingruppen in einem Spielelabor an Spielen zu Umweltthemen.
Gegen Ende der Woche wurden die neuen Spiele bei einer Brettspielveranstaltung im Betatest erprobt und anhand des Feedbacks verfeinert. Tägliche Reflexion, Einblicke in die Realitäten der einzelnen Länder und interkulturelle Abende unterstützten das Lernen, wobei Interkulturalität und Intersektionalität fest im Programm verankert waren. Eine Einheit zum Transfer in die lokale Jugendarbeit schloss den Kurs ab, und alle Teilnehmenden erhielten ein Youthpass-Zertifikat.
Folgeaktivitäten zu Hause
Die nationalen Teams planten außerdem für September 2024 lokale Folgeinitiativen mit jungen Menschen, damit spielbasierte Ansätze für ökologische Nachhaltigkeit in allen zehn Ländern im Alltag der Jugendarbeit ankommen.
Dieses internationale Projekt wurde über die lettische Nationalagentur vom Programm Erasmus+ der Europäischen Union kofinanziert. Koordiniert wurde es von Ecological Future Education (Lettland), EMOTiC war Partner und Gastgeber.
Partner: IMPRESS (Kroatien), Active Green Solution (Griechenland), gamingHOUSE (Slowenien), Szatyor Egyesület (Ungarn), OTI (Slowakei), EYCB (Tschechien), Innowatorium Foundation (Polen), Asociația Kasta Morrely (Rumänien).
Projektnummer: 2023-3-LV02-KA153-YOU-000182669