Unter dem Motto, dass junge Menschen der Grundstein der Gegenwart und der Zukunft sind, brachte das Training Grassroots Conflict Transformation 25 junge Führungspersönlichkeiten aus Wien mit unterschiedlichen interkulturellen Hintergründen und aus verschiedenen Disziplinen zusammen. Es fand vom 19. bis 25. August 2021 statt. Das einwöchige Training zum Kapazitätsaufbau half jungen Menschen, in ihren Gemeinschaften zu aktiven Changemaker:innen und Multiplikator:innen zu werden. Es war Teil des lokalen Pilotprojekts ENGAGEMENT 1.0: Building a Sense of Initiative and Intervention.
Was die Teilnehmenden gelernt haben
Die Teilnehmenden lernten neue Fähigkeiten, Methoden und Werkzeuge für Konflikttransformation und soziale Friedensförderung kennen. Sie erfuhren, wie sie sich in der Zivilgesellschaft engagieren können und wie ihnen das Konzept sichtbarer und unsichtbarer Gewalt den Weg zu tragfähigen Lösungen weisen kann. Außerdem lernten sie, gesellschaftliche Probleme in ihren Gemeinschaften zu analysieren und Projekte für Veränderungen vor Ort zu planen.
Zum Auftakt definierten und diskutierten die Teilnehmenden Begriffe wie Konflikt, Gewalt, Frieden und Solidarität, gefolgt von einem theoretischen Input zu sichtbarer und unsichtbarer Gewalt. Im Lauf der Tage drehten sich die Gespräche um Kultur, Konfliktdefinitionen und Analysemodelle. Besonders wirkungsvoll waren Lernspiele, durch die die Teilnehmenden Kommunikation als zentrales Werkzeug der Konflikttransformation erleben konnten.
Von Ideen zu Initiativen
In den letzten Tagen ging es darum, eigene Initiativen zu entwickeln. Die Teilnehmenden wählten ein lokales Thema, bildeten Kleingruppen und begannen mit der Projektplanung, einschließlich der Frage, wie sie über ein Solidaritätsprojekt eine Förderung beantragen können. Nach dem Training unterstützte das EMOTiC-Team die Gruppen weiter. Ihre Folgeinitiativen, die zum Zeitpunkt dieses Berichts alle noch liefen, waren:
- Ein Podcast zur psychischen Gesundheit junger Menschen
- Eine Networking-Veranstaltung für junge Frauen
- Ein Fotowettbewerb, der Vielfalt fördert
Über das neue Wissen hinaus wuchsen die Teilnehmenden in sieben intensiven Tagen eng zusammen. Offenheit, Respekt vor den Ansichten anderer und die Vielfalt an Kulturen, Sprachen, Geschlechtern und Hintergründen machten das Training noch bereichernder.
„Dass so unterschiedliche Kulturen und Menschen mit verschiedensten Hintergründen zusammenkamen, bot uns großartige Gelegenheiten, miteinander in Kontakt zu kommen und unsere Erfahrungen auszutauschen. Dieses Training hat meinen Horizont definitiv erweitert.“Anja Münzer





