Unter dem Motto, dass junge Menschen der Grundstein der Gegenwart und der Zukunft sind, brachte das Training Community Social Peacebuilding 25 junge Führungspersönlichkeiten aus Wien mit vielfältigen interkulturellen Hintergründen und aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, und zwar vom 9. bis 14. April 2022. Dieses sechstägige Training zum Kapazitätsaufbau half jungen Menschen, zu aktiven Changemaker:innen und Multiplikator:innen in ihren Gemeinschaften zu werden. Es war Teil des lokalen Pilotprojekts ENGAGEMENT 2.0: Building a Sense of Initiative and Intervention.
Was die Teilnehmenden gelernt haben
Die Teilnehmenden eigneten sich neue Fähigkeiten, Methoden und Werkzeuge für soziale Friedensförderung in ihren Gemeinschaften an. Sie erfuhren, wie sie sich in der Zivilgesellschaft engagieren können und wie das Konzept der sichtbaren und unsichtbaren Gewalt sie zu tragfähigen Lösungen führen kann. Außerdem lernten sie, gesellschaftliche Probleme in ihren Gemeinschaften zu analysieren und Projekte für Veränderungen vor Ort zu planen.
Zu Beginn des Trainings definierten und diskutierten die Teilnehmenden Begriffe wie Konflikt, Gewalt, Frieden und Solidarität. Darauf folgte ein theoretischer Input zu sichtbarer und unsichtbarer Gewalt. Im Laufe der Tage drehten sich die Gespräche um Kultur, Konfliktdefinitionen und Analysemodelle, und Lernspiele ließen die Teilnehmenden Kommunikation als zentrales Werkzeug der Konflikttransformation erleben.
Von Ideen zu Initiativen
In den letzten Tagen wählten die Teilnehmenden ein lokales Thema, bildeten Kleingruppen und planten eigene Projekte, auch im Hinblick darauf, wie man über ein Solidaritätsprojekt eine Förderung beantragt. Mit fortlaufender Unterstützung des EMOTiC-Teams entstanden in den Monaten nach dem Training vier Folgeinitiativen, die beim Verfassen dieses Berichts alle noch liefen:
- Eine Gesprächsrunde zu psychischer Gesundheit
- Ein Workshop zur politischen Bildung
- Ein Vlog zur Sensibilisierung für die Anliegen von Migrant:innen
- Ein Gemeinschaftsgarten
In sechs intensiven Tagen entstand unter den Teilnehmenden außerdem eine starke Verbundenheit. Offenheit, Respekt vor den Ansichten anderer und die Vielfalt an Kulturen, Sprachen, Geschlechtern und Hintergründen machten das Training noch bereichernder.
„Da das mein allererstes Training war, war ich am Anfang ziemlich nervös. Jetzt, am Ende, bin ich sehr froh, Teil einer so großartigen Erfahrung gewesen zu sein. Ich habe neues Wissen und neue Fähigkeiten in Konflikttransformation gewonnen und interessante neue Menschen kennengelernt.“George Mintas





