Plant the Future griff einige der drängendsten Themen unserer Zeit auf: CO2-Emissionen, die Erosion des Oberbodens, Klimaangst, den Klimawandel und unsere Entfremdung von der Natur. Wir näherten uns ihnen über urbane Landwirtschaft und vermittelten den Teilnehmenden die Fähigkeiten, eigene Anbauinitiativen zu starten. Zahlreiche Studien zeigen, dass der Klimawandel die körperliche wie auch die psychische Gesundheit belastet. Deshalb wollten wir die Stimmung drehen: weg von Überforderung und Lähmung, hin zu Gemeinschaft und alltagstauglichen Lösungen.
Bei dieser vollständig finanzierten Jugendbegegnung verbrachten 28 junge Menschen aus Österreich, Griechenland, Portugal und Rumänien vom 15. bis 22. Mai 2022 acht Tage gemeinsam in Wien, erkundeten Gemeinschaftsgärten und fanden wieder einen Zugang zur Natur. Das Programm war lösungsorientiert und stützte sich auf drei Säulen: theoretisches Wissen über nachhaltige Lebensmittelsysteme, praktische Fähigkeiten in der urbanen Landwirtschaft sowie emotionale und kognitive Praktiken für die psychische Gesundheit.
Vorbereitung zu Hause
Vor der Anreise recherchierte jede Ländergruppe ökologische und nachhaltige Praktiken im eigenen Land, hielt gelungene Beispiele ebenso fest wie Bereiche mit Verbesserungsbedarf und bereitete eine Präsentation zu einem selbst gewählten Thema vor.
Tag für Tag
Tage 1–2Wieder in Verbindung
Kennenlernen, Teambuilding, interkultureller Austausch und eine neue Verbindung zu uns selbst und zur Natur, danach ging es um Umwelt, Nachhaltigkeit und ihre Zusammenhänge mit psychischer Gesundheit. Diskussionen über soziale Ungleichheit führten dazu, dass wir zusätzliche Zeit einplanten, um über unsere eigenen Umweltgewohnheiten nachzudenken.
Tag 3Mit eigenen Augen
Ein Studienbesuch in der Smart City Seestadt, anschließend im Gemeinschaftsgarten Kraut und Blüten, wo die Gärtner:innen erzählten, wie der Garten ihre Gesundheit unterstützt. Danach säuberten, gossen und bepflanzten die Teilnehmenden den Garten selbst.
Tag 4Gute Praxis
Ein Besuch beim Sozialunternehmen GRÜNSTATTGRAU, das zeigte, wie Dächer zu Gemeinschaftsgärten werden können, die der Umwelt ebenso guttun wie dem Wohlbefinden, gefolgt von der Zwischenevaluation.
Tag 5Zurück zur Natur
Ein Überraschungsausflug in einen Park außerhalb der Stadt. Übungen im Freien sprachen alle fünf Sinne an und halfen den Teilnehmenden, unbewusste Gewohnheiten zu überdenken, die der Umwelt schaden.
Tag 6Mit nach Hause nehmen
Länderpräsentationen zu Lebensmittelverpackungen, Lebensmittelverschwendung, nachhaltigem Einkaufen und Fast Fashion, danach lokale Aktionspläne mit Feedback aus der Gruppe, eine Abschlussevaluation und die Youthpass-Zertifikate.
Ergebnisse, die nach der Jugendbegegnung weiterwuchsen
Neben den 28 Teilnehmenden wurden durch Folgeveranstaltungen, die die Teilnehmenden selbst organisierten, mehr als 100 Menschen direkt erreicht.
ÖsterreichKleidertausch und Gärten
Eine Kleidertauschaktion zu den Auswirkungen von Fast Fashion erreichte mehr als 30 junge Menschen und brachte eine Wiener Tauschgruppe hervor, die heute mehr als 55 Mitglieder hat. Außerdem schlossen sich Teammitglieder Gemeinschaftsgärten im 2., 9. und 15. Bezirk an.
RumänienEin Schulgarten
Bei einer Veranstaltung an ihrer Schule erfuhren mehr als 30 Schüler:innen von Erasmus+ und der Jugendbegegnung, zum Abschluss wurden die Samen aus Wien gepflanzt. Der Schulgarten ist heute der Gemeinschaftsgarten der Schüler:innen.
GriechenlandDie Saat verbreiten
Das Team teilte seine Erfahrungen bei seinen regelmäßigen Aufräumaktionen, begann zum ersten Mal selbst zu pflanzen und plant gemeinsam mit dem österreichischen Team weitere Projekte zum Thema Nachhaltigkeit.
PortugalPlastikfrei kochen
Ein Kochworkshop zeigte jungen Mitgliedern, wie man plastikfreie, umweltfreundliche Produkte einkauft und trotzdem ein köstliches Essen zubereitet.
Dieses internationale Projekt wurde mit Unterstützung der österreichischen Nationalagentur OeAD für das Programm Erasmus+ der Europäischen Union umgesetzt. EMOTiC war Hauptkoordinator und Begünstigter.
Partner: Active Green Solution (Griechenland), Gerar Oportunidades (Portugal), Onestin – Asociatia de Tineret (Rumänien).
Projektnummer: 2021-1-AT01-KA152-YOU-000034173