Der Trainingskurs fand vom 4. bis 11. November 2023 in La Villa Royale in Markutiškės bei Vilnius in Litauen statt und brachte Jugendarbeiter:innen aus Österreich, Kroatien, Tschechien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen und Rumänien zusammen. Tavo Europa (Litauen) koordinierte das Projekt, EMOTiC war als Partner beteiligt und übernahm die Facilitation. Die weiteren Partnerorganisationen waren Culture Clash (Kroatien), Asociația Kasta Morrely (Rumänien), Innowatorium Foundation (Polen), Long-Term Planning (Ungarn), Seiklejate Vennaskond (Estland), EYCB (Tschechien) sowie aus Lettland Young Folks und New East.
Warum TransformAction
Junge Menschen sind der Grundstein der Gegenwart und der Zukunft, doch viele Formen von Konflikten untergraben ihr Potenzial und sogar ihre grundlegende Teilhabe am öffentlichen Leben. TransformAction ging von der Überzeugung aus, dass Jugendorganisationen hier handeln und die positive Transformation von Konflikten unterstützen müssen, damit junge Menschen umfassend und sinnvoll an der Gesellschaft teilhaben können.
Was wir uns vorgenommen hatten
Der Kurs sollte das Verständnis für die Ursachen und Dynamiken sozialer Konflikte wie Ausgrenzung, Diskriminierung und Ungleichheit vertiefen und den Teilnehmenden Techniken an die Hand geben, um Konflikte in ihren Gemeinschaften zu transformieren. Er regte zum kritischen Nachdenken über die negativen und positiven Rollen von Konflikten an, stellte gewaltfreie Methoden als Werkzeuge für die zivilgesellschaftliche Teilhabe und Inklusion junger Menschen vor und unterstützte die Teilnehmenden dabei, als Multiplikator:innen für sozialen Wandel an der Basis zu wirken.
Das Programm
Das Programm baute auf dem Konzept sichtbarer und unsichtbarer Gewalt auf. Nachdem ein gemeinsames Verständnis von Begriffen wie Gewalt, Konflikt, Frieden und Transformation entstanden war, beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Kommunikation als Werkzeug der Transformation, mit gelebter Gewaltfreiheit und Solidarität sowie mit ihrem eigenen emotionalen und kognitiven Bewusstsein für Gewalt und Gewaltfreiheit. Später in der Woche lernten sie Instrumente der Konfliktanalyse kennen und wendeten sie auf einen Konflikt aus ihrem eigenen Umfeld an.
Von der Analyse zu lokalen Initiativen
In nationalen Dreierteams wählten die Teilnehmenden eine Problemstellung aus ihrer lokalen Realität. Die möglichen Themen reichten von Umwelt, Inklusion, Bildung, Menschenrechten und Gender bis zu Armut, Beschäftigung und Klimawandel. Einheiten zu Ideenfindung, strategischer Planung sowie Monitoring und Evaluation halfen jedem Team, eine vollständige Initiative mit Umsetzungsplan zu entwickeln. Anschließend stellten die Teams ihr Problem, ihre Lösung und ihre Interventionsstrategie vor und erhielten dazu Feedback.
Die Initiativen konnten ganz unterschiedliche Formen annehmen, etwa ein kurzer Workshop an einer Schule oder Universität, ein Webinar, eine digitale Kampagne oder eine Interviewreihe, mussten aber alle die Marginalisierung und soziale Ausgrenzung junger Menschen vor Ort angehen. Die Teams setzten sie nach dem Training zwischen November 2023 und Februar 2024 um, unterstützt vom Organisationsteam. Die Folgeaktivitäten waren fester Bestandteil des Kurses.
Gemeinsam lernen
Ein interkultureller Abend, Gemeinschaftsabende und tägliche Reflexionszeiten halfen den Teilnehmenden, aus den Lebensrealitäten der jeweils anderen zu lernen. Alle Teilnehmenden erhielten ein Youthpass-Zertifikat, das durch non-formales Lernen erworbene Kompetenzen anerkennt.
Dieses internationale Projekt wurde vom Programm Erasmus+ der Europäischen Union kofinanziert. Koordiniert wurde es von Tavo Europa (Litauen), EMOTiC war Partner und übernahm die Facilitation.
Partner: Culture Clash (Kroatien), Asociația Kasta Morrely (Rumänien), Innowatorium Foundation (Polen), Long-Term Planning (Ungarn), Seiklejate Vennaskond (Estland), EYCB (Tschechien), Young Folks (Lettland), New East (Lettland).