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Kapazitätsaufbau im JugendbereichEuropäische Partnerschaften

Civic.Pathway: Pathway to Civic Participation

2024Österreich, Algerien, Libyen

Über das Projekt

Civic.Pathway: Pathway to Civic Participation ist ein langfristiges Erasmus+ Projekt zum Kapazitätsaufbau im Jugendbereich, koordiniert von der Arab Organisation of Diplomacy (AOD) in Österreich, mit EMOTiC als Partner. Das Projekt lief von Jänner 2024 bis Dezember 2025 mit Partnerorganisationen aus Österreich, Algerien und Libyen und hatte zum Ziel, Jugendorganisationen in der politischen Bildung zu stärken und jungen Menschen zu helfen, die sozialen Kompetenzen und Lebenskompetenzen zu entwickeln, die sie brauchen, um sich sinnvoll in die Zivilgesellschaft einzubringen.

Junge Menschen in Nordafrika stoßen bei der gesellschaftlichen Teilhabe auf erhebliche Hürden, die in wirtschaftlichen, sozialen und bildungsbezogenen Herausforderungen wurzeln. Eine Bedarfsanalyse mit 135 jungen Menschen aus Algerien, Tunesien und Libyen ergab einen Mangel an bürgerschaftlichen und transversalen Kompetenzen sowie an Motivation für demokratisches Engagement. Weniger als 20 % der Befragten räumten Demokratie und Zivilgesellschaft Priorität ein und nannten als Gründe Zeitmangel, fehlende Kompetenzen und die Komplexität der Themen, und mehr als die Hälfte sah wenig Nutzen darin, sich am öffentlichen Leben zu beteiligen.

Das Projekt ging aus einer langen, 2020 begonnenen Studie darüber hervor, wie sich der rasche internationale Wandel, die Globalisierung und die Pandemie auf junge Menschen in Nordafrika auswirken. Es will die Lücke zwischen der Entwicklungspolitik der Europäischen Union und den tatsächlichen Bedürfnissen junger Menschen in der arabischen Mittelmeerregion schließen, und zwar durch ein Programm zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, das auf lokale Bedürfnisse eingeht und positive Veränderungen in Bereichen wie Demokratie, Klimawandel, Gerechtigkeit und Menschenrechten vorantreibt.

Zwei Methoden stehen im Mittelpunkt. Der Reciprocal Maieutic Approach (RMA) ist eine lernendenzentrierte Methode des gegenseitigen Dialogs, inspiriert vom sokratischen Fragen, bei der Moderierende und Teilnehmende voneinander lernen. Er wird für Selbstanalyse-Interviews mit jungen Menschen eingesetzt. Der Structured Democratic Dialogue Process (SDDP) ist ein sorgfältig gelenktes Gespräch, das in Gruppen mit unterschiedlichen Ansichten sicherstellt, dass alle Stimmen gehört werden, ähnlich wie in einem Ausschuss eines Model United Nations oder eines Model European Parliament. Das Projekt nutzt außerdem LifeComp, den europäischen Rahmen für persönliche, soziale und Lernkompetenzen, um Lücken bei den transversalen Kompetenzen zu erfassen.

Der Pathway begann mit einem Training of Trainers zu RMA und SDDP für Jugendarbeiter:innen. Die geschulten Jugendarbeiter:innen führen danach Selbstanalyse-Workshops durch, die mehr als 160 junge Menschen erreichen sollen, während ein Online-SDDP-Forum mehr als 300 Nutzer:innen in einen strukturierten Dialog über gesellschaftliche Fragen einbinden soll. Jugend-Multiplikator:innen setzen anschließend ein achtwöchiges lokales Programm zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements für 150 junge Menschen um. Darauf folgen eine Jugend-Politikkonferenz, die reale Entscheidungsprozesse simuliert, und ein Abschlussgipfel, der Youth Civic Pathway, auf dem die Ergebnisse präsentiert und künftiges Engagement geplant werden.

Das Projekt richtet sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 28 Jahren, die stärkere bürgerschaftliche und transversale Kompetenzen brauchen, um als Akteur:innen des Wandels zu handeln, sowie an Jugendbildner:innen, die junge Menschen mit geringeren Chancen erreichen. Mit einem partizipativen Bottom-up-Ansatz soll es mehr als 900 Lernenden sowie über 50 Jugendbildner:innen und weiteren Akteur:innen zugutekommen.

Auf einen Blick

Programm

Erasmus+ Kapazitätsaufbau im Jugendbereich (CBY)

Koordination

Arab Organisation of Diplomacy (AOD), Österreich

Rolle von EMOTiC

Partner

Projektnummer

101131491

Projektzeitraum

Jänner 2024 – Dezember 2025

Kofinanziert von der Europäischen Union

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