ENGAGEMENT 2.0: Community Social Peacebuilding

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Über das Projekt
Junge Menschen sind der Grundpfeiler von Gegenwart und Zukunft, und ihre gesellschaftliche Teilhabe muss gestärkt werden. ENGAGEMENT 2.0: Building a Sense of Initiative and Intervention war ein lokales Pilotprojekt von EMOTiC, in dessen Mittelpunkt ein sechstägiges Training für Multiplikator:innen zu sozialer Friedensarbeit in Gemeinschaften in Wien stand. Es brachte 25 junge Führungspersönlichkeiten im Alter von 18 bis 30 Jahren zusammen, die in Österreich leben, Staatsbürger:innen ebenso wie andere Einwohner:innen, mit vielfältigen interkulturellen Hintergründen und aus unterschiedlichen Disziplinen, damit sie in ihren Gemeinschaften aktiv Veränderungen anstoßen.
Das Training knüpfte an ENGAGEMENT 1.0 an und folgte derselben Grundidee: Viele Themen in unseren Gemeinschaften, von Umwelt, Inklusion und Vielfalt bis zu Bildung, Digitalisierung, Menschenrechten, Gender, Armut, Beschäftigung und Klimawandel, lassen sich mithilfe des Modells der sichtbaren und unsichtbaren Gewalt verstehen. Dieses Modell diente als Leitfaden, um soziale Konflikte zu analysieren und konstruktive Wege zu entwickeln, mit ihnen umzugehen.
Zu Beginn definierten und diskutierten die Teilnehmenden Begriffe wie Konflikt, Gewalt, Frieden, Solidarität und Transformation, um ein gemeinsames Verständnis aufzubauen. Darauf folgten theoretische Inputs zu sichtbarer und unsichtbarer Gewalt. Im Lauf der Tage drehten sich die Gespräche um Kultur, Konfliktdefinitionen und Modelle zur Analyse der Wurzeln von Gewalt und Konflikten. Lernspiele hatten eine starke Wirkung, denn sie ließen die Teilnehmenden Kommunikation als zentrales Werkzeug der Konflikttransformation erleben.
In den letzten Tagen wählten die Teilnehmenden ein lokales Thema, bildeten Kleingruppen und entwarfen eigene Initiativen mit Umsetzungsplänen, in denen sie Problem, Lösung und Intervention festhielten. Sie erfuhren, wie man über ein Solidaritätsprojekt im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps Fördermittel beantragt, präsentierten ihre Ideen, um Feedback zu erhalten, und wurden auch in den Monaten nach dem Training weiter vom EMOTiC-Team unterstützt.
Aus dem Training gingen vier Folgeinitiativen hervor: eine Gesprächsrunde zu psychischer Gesundheit, ein Workshop zur politischen Bildung, ein Vlog zur Sensibilisierung für die Anliegen von Migrant:innen und ein Gemeinschaftsgarten. Alle vier liefen noch, als EMOTiC seinen Bericht veröffentlichte. ENGAGEMENT 1.0 und 2.0 haben zusammen 50 junge Menschen aus Österreich ausgebildet.
Offenheit, Respekt vor den Sichtweisen anderer und die Vielfalt an Kulturen, Sprachen, Geschlechtern und Hintergründen bereicherten das Training, und zwischen den Teilnehmenden entstanden enge Bindungen. Wie es George Mintas ausdrückte: „Da dies das erste Training war, an dem ich je teilgenommen habe, war ich am Anfang ziemlich nervös. Jetzt, am Ende, bin ich sehr froh, Teil einer so großartigen Erfahrung gewesen zu sein. Ich habe neues Wissen und neue Fähigkeiten in Konflikttransformation gewonnen und interessante neue Menschen kennengelernt.“
Das Training war kostenlos: Die Europäische Jugendstiftung des Europarats übernahm die Kosten für Training, Materialien, Mahlzeiten, Kaffeepausen und Transport. Hauptkoordinator und Begünstigter war EMOTiC. Die Teilnehmenden brauchten Englischkenntnisse auf mindestens Niveau B1, verpflichteten sich zur Teilnahme an mindestens 80 Prozent des Programms, unterzeichneten eine Lernvereinbarung und beteiligten sich an einer Folgeinitiative.
Berichte und Publikationen aus diesem Projekt
Auf einen Blick
Fördergeber
Europäische Jugendstiftung des Europarats (für Teilnehmende kostenlos)
Teilnehmende
25 junge Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren mit Wohnsitz in Österreich
Termine
9.–14. April 2022
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